Ungesunde Schulterübungen

Ich werde öfter von den verschiedensten Sportlern gefragt, was sie denn gegen ihre Schulterbeschwerden machen können. In den meisten Fällen, lassen sich dann die Schmerzen mit der richtigen Übungsauswahl und Trainingsplanung beseitigen oder stark verringern.
Gerade im Krafttrainingsbereich wäre es jedoch häufig besser präventiv vorzugehen, beziehungsweise auf einige Übungen von vorneherein zu verzichten, weil diese die Schulter extrem stark beanspruchen. Hier mal zwei meiner „Schulterkiller“-Favoriten, die ich auf jeden Fall dann vermeiden würde, wenn der Sportler schon über Schulterbeschwerden klagt. Besser noch ist, auf die Übungen zu verzichten.
Schulterkiller Nummer Eins: Stehenden Rudern
Auch wenn stehendes Rudern eine häufig ausgeführt Übung darstellt, so bringt sie doch eine hohe Belastung für die Schultergelenke mit sich, denn im Endpunkt der Bewegung ist bei den meisten Athleten der Oberarm vom Körper abgespreizt und stark nach innen rotiert. Genau diese Position bringt das Schultergelenk in einen Bereich, in dem es unter dem Schulterdach sozusagen eng wird und die Gefahr besteht, dass die Sehne des Obergrätenmuskels bzw. der Schleimbeutel unter dem Schulterdach eingeklemmt wird. In der Fachsprache wird dies als Impingement bezeichnet.

Schulterkiller Nummer Eins: Dips auf einer Bank
Auch bei dieser Übung befindet sich der Oberarm in einer stark innenrotierten Position. Zudem wird der Arm stark zurückgeführt, was wiederum den Druck des Oberarmes gegen das Schulterdach erhöht. Zu guter Letzt sorgt natürlich auch das eigene Körpergewicht dafür, das der Oberarm nach oben gegen die vorderen Anteile des Schultergelenks gedrückt werden. Langfristig sicher keine die ich empfehlen würde.

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